General statt Clinton

Wenn die Presse schon kein Ex-U.S.-Präsident sehen darf – das ist nach wie vor nicht nachvollziehbar –  dann doch wenigstens einen waschechten General.

Der Standpunkt von Keith B. Alexander, U.S. Cyber Command and National Security Agency/Central Security Service ist qua Arbeitgeber definiert. Dennoch interessant sein Ansatz ein Cyber Team ins Leben zu rufen, bei dem alle, auch wir hier im Publikum mitmachen sollen, sämtliche sicherheitsrelevante Organisationen in Amerika sowie darüber hinaus insbesondere natürlich die allierten Freunde.  Er weiß, nur miteinader kann es klappen Cyberwar und Cybercriminals Einhalt zu gebieten. Wir werden sehen, was daraus wird.

IT-Security wird Teamsache: General Alexander spricht in seiner Keynote vom Cyber Team. Bildquelle: Bertold Brackemeier

Advertisements

Die dunkle Seite von Twitter

Licht und Schatten liegen nah beieinander. Eine nette Plattitüde, die aber im Kern nicht ganz falsch ist. Twitter ist sicher ein tolles und schnelles Tool Infos an den Mann zu bringen, zumindest an die, die wissen, dass man twittert und einem folgen. Unglaublich viele Leute spielen mit und zwitschern ihre Infos, oder die, die sie dafür halten, digital in das große weltweite Internet. Ja, selbst ich. Aber es gibt wie immer auch die Kehrseite der Medaille.

Angst und Schrecken in San Francisco: Die dunkle Seite von Twitter präsentiert von Paul Judge und Daniel Peck live im Moscone Center.
Bildquelle: Bertold Brackemeier

Paul Judge und Daniel Peck sprechen in ihrem Vortrag „The Dark Side: Measuring and Analyzing Malicious Activity on Twitter“ von eben dieser dunklen Seite und den Gefahren die Twitter so in sich birgt und stellen die Dichte der Gefahren und Angriffe in direkten Zusammenhang mit den Tweets, Followern, Fans und Friends.  Klingt kompliziert, ist es auch. Dabei zeigen sie eine Menge Möglichkeiten auf, wie der Twitter-Nutzer auf das Glatteis geführt wird und auf verseuchte Seiten umgelenkt wird. Schönes Beipiel sind  Goo.gl Shortener oder andere Shortlinks in den Tweets, die auf verseuchte Seiten und Inhalte linken. Auch Fake-Accounts die beispielsweise kostenlose Software anbieten führen meist ins digitale Verderben. Na ja, nicht wirklich neu, aber in jedem Fall gefährlich und gut aufbereitet.

Auch Suchmaschinen können gefährlich werden
Sehr interessant war jedoch ihre 153-tägige Auswertung von vier Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo und Twitter), rund 160.000 Top-topics und gut 36 Millionen Suchresultaten. Da kamen unglaublich viele Daten zusammen und schicke Diagramme. Um es kurz zu machen: Sie haben rund 35.000 Malware Samples gefunden also, ungefähr eins für jedes fünfte Top-Topic. Verteilt auf die Suchmaschinen 8% Twitter, 24 % Bing, 30 % Yahoo, 38 % Google. Also kann man damit rechnen, ziemlich oft, auf einer Virenverseuchten Seite zu landen. Aber da gibts ja Abhilfe, wer hätte es gedacht, die Jungs arbeiten für ein Unternehmen, die eine tolle Software haben, mit der man seinen Twitter-Account analysieren und schützen kann, um nicht selbst eine Malicious-Schleuder oder gar gehijacked zu werden.  Alles in allem interessante Ergebnisse.