Zwischen Superheld und Heinzelmännchen

Schon mal gehört? Embedded-Systeme? Das sind quasi Kleinstcomputer mit einer bestimmten Aufgabe. Einfaches Beispiel: das moderne Fieberthermometer: Da ist ein Sensor dran, der misst die Temperatur und ein Rechner, also etwas Hard- und Software. Der Mini-Computer errechnet die Temperatur und ein kleines Display zeigt an, ob man Fieber hat oder nicht. Drum herum ein Gehäuse, fertig ist das Embedded-System. Ein einfaches Beispiel. Geht auch komplizierter: Das ESP ist auch so ein Embedded-System, nur komplexer.

Professor Dr. Ing-Matthias Sturm lehrt an der HTWK Leipzig und ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Embedded-Systemtechnik. Er erklärt im Interview anschaulich und einfach was hinter dieser zukunftsweisenden Technologie steckt. Hier kann man nachlesen warum Embedded-Systeme eine Mischung aus Superheld und Heinzelmännchen sind. Bitte hier klicken.

Alles was man heutzutage für ein Embedded-System braucht, zeigt seit 11 Jahren die Leitmesse embedded world in Nürnberg. Die Messe legte 2013 zu und glänzte mit einem neuen Besucherrekord. Dieses Jahr kamen mit 22.547 internationalen Embedded-Experten aus 58 Ländern noch einmal mehr Fachleute zu ihrer Leitmesse nach Nürnberg. 868 Aussteller aus aller Welt präsentierten Besuchern wie Kongressteilnehmern ihre neuesten Entwicklungen, Produkte und Dienstleistungen. Ebenfalls mit einem satten Teilnehmerplus fanden die begleitenden Kongresse embedded world Conference und electronic displays Conference parallel zur Messe statt.

… und was machen über 1000 Hochschüler auf der embedded?

2013 kamen auch wieder über 1000 Hochschüler aus Deutschland und Österreich zum embedded world Student Day. Marc Witteman hielt die Keynote zum Thema Safety und Security von Embedded-Systemen. War eine spannende Vorlesung.

Professor Matthias Sturm und ich hatten vor über 4 Jahren die Idee zu dem Student Day, um interessierte Studenten für das Thema Embedded-Systemtechnologie zu begeistern, mit Unternehmen zusammen zu bringen und letztlich natürlich auch, die Messe zu besuchen. Das funktioniert seit vier Jahren sehr gut.

: Sie hatten die Idee zum embedded world Student Day: Professor Dr.-Ing Matthias Sturm (rechts im Bild), Bertold Brackemeier.Foto: NürnbergMesse/Thomas Geiger

Sie hatten die Idee zum embedded world Student Day: Professor Dr.-Ing. Matthias Sturm (rechts im Bild) und Bertold Brackemeier.
Foto: NürnbergMesse/Thomas Geiger

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Kryptische Gefahren

Der Vortag „Defending Consumer Electronics“ heute morgen, war sehr abgehoben. Benjamin Jun arbeitet für Cryptography Research und so klangen auch seine Worte und Ausführungen.

Erklärte auf hohem technischen Level Bedrohungsszenarien für Consumer Electronics, Benjamin Jun.
Bildquelle: Bertold Brackemeier

Sieben Bedrohungen sollt ihr sein
Verständlicher ging es beim Thema „The Seven Most Dangerous New Attack Techniques, and What’s Coming Next“ zu. Ich habe zwar keine sieben erkennen können, aber bitte, sind wir mal nicht so kleinlich, es waren immerhin sechs. Johannes Ullrich, Ed Skoudis und Alan Paller sprachen über Stuxnet, Social Networks, IPv6, Social Engineering, Hardware Hacking, Pervasive Memory Scraping Foils File System Crypto und beantworteten eine Menge Fragen aus dem Publikum.

Eloquent und technisch versiert beantworteten Johannes Ullrich, Ed Skoudis und Alan Paller die Fragen aus dem Publikum.
Bildquelle: Bertold Brackemeier

General statt Clinton

Wenn die Presse schon kein Ex-U.S.-Präsident sehen darf – das ist nach wie vor nicht nachvollziehbar –  dann doch wenigstens einen waschechten General.

Der Standpunkt von Keith B. Alexander, U.S. Cyber Command and National Security Agency/Central Security Service ist qua Arbeitgeber definiert. Dennoch interessant sein Ansatz ein Cyber Team ins Leben zu rufen, bei dem alle, auch wir hier im Publikum mitmachen sollen, sämtliche sicherheitsrelevante Organisationen in Amerika sowie darüber hinaus insbesondere natürlich die allierten Freunde.  Er weiß, nur miteinader kann es klappen Cyberwar und Cybercriminals Einhalt zu gebieten. Wir werden sehen, was daraus wird.

IT-Security wird Teamsache: General Alexander spricht in seiner Keynote vom Cyber Team. Bildquelle: Bertold Brackemeier